Zum Inhalt springen

BOB: Land übernimmt Finanzierung ab 2028

| Aktuelles 

Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG (BOB) wird 2028 aufgelöst und die Strecke vom Land finanziert. Bis es soweit ist, hat der Gemeinderat bereits im März beschlossen, dass die Stadt Friedrichshafen ihren Vertrag als den Vertrag als Gesellschafterin bis Ende 2027 verlängert. "Konsequent und richtig", findet das unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Anna Hochmuth.

Ein kommunales Erfolgsmodell – heute kaum kommunaler Einfluss

Aus unserer Sicht ist die Verlängerung des Vertrags der Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) bis Dezember 2027 konsequent und richtig. Die BOB ist ein echtes Erfolgsmodell: Entstanden aus dem Widerstand gegen die Schließung kleiner Bahnhöfe im Jahr 1988, haben Städte, Gemeinden und Landkreise Verantwortung übernommen und mit der ersten nicht-bundeseigenen Bahn auf Bundesbahngleisen Neuland betreten – mit nachhaltigem Erfolg und einer im Landesvergleich guten Pünktlichkeit.

Heute haben sich die Rahmenbedingungen jedoch grundlegend verändert. Das Land steuert als Aufgabenträger zentrale Elemente wie Fahrplan, Fahrzeuge und Vertrieb, wodurch die Einflussmöglichkeiten vor Ort deutlich gesunken sind – bei gleichzeitig wachsendem finanziellem Risiko für die Gesellschafter. Für uns gilt daher klar: Wer bestellt, sollte auch das Defizit ausgleichen (Konnexitätsprinzip). Wenn das Land die Leistungen ausschreibt, sollte es die Finanzierung übernehmen – und zwar nicht erst ab einer möglichen Neuausschreibung 2032, sondern gerne auch für den Zeitraum ab Dezember 2027. Diesen Schritt unterstützen wir ausdrücklich. Zugleich verbinden wir damit die klare Erwartung an das Land, das bewährte Angebot und die Qualität auch künftig zuverlässig zu sichern.

Hier kannst du Autorin Anna Hochmuth eine E-Mail schreiben.

Zurück
BOB-1.jpg
Die BOB bei einem Stop am Hafenbahnhof.