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Grüne befürworten Grundstückskauf im Seewald

| Presse Aktuelles 

Der Erhalt des Seewaldes steht seit Jahren weit oben auf der Grünen-Agenda. Als die Stadt Friedrichshafen der Kauf von rund 164 Hektar angeboten bekam, haben wir einem Grundstückskauf gerne zugestimmt - jedoch mit kritischem Blick.

Die insgesamt 14 Flurstücke gehörten bislang der Hofkammer, genau gesagt der Herzog von Württembergische Stiftungsträger GmbH mit Sitz in Altshausen.

Stadträtin Claudia Huesmann erläutert, wo wir die Schwachpunkte in der Verwaltungsvorlage sehen:
Wir Grünen haben uns einstimmig für den Kauf ausgesprochen. Allerdings hätten wir für eine Fläche von 50 bis 75 ha Wald die Beantragung einer Förderung von bis zu 95 Prozent des Kaufpreises aus dem Bundesförderprogramm "KlimaWildnis" befürwortet. Diese Fläche wäre dann als sogenannte Prozessschutzfläche komplett aus der Waldbewirtschaftung herausgefallen und hätte somit den höchsten Effekt für die Biodiversität erzielt. 

Bedenken haben wir zu den als erzielbar bezifferten Ökopunkten in Höhe von 2,5 Mio. geäußert, da die Berechnung nicht dargelegt und noch nicht mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt ist. Es sind somit Zahlen und Geldbeträge für die Entscheidung der Gremiumsmitglieder zu Grund gelegt worden, die nicht belastbar sind. Auch kann eine Genehmigung von Ökopunkten zur Folge haben, dass die Erholungsnutzung in dem Wald zukünftig eingeschränkt sein wird. Ein Teil der neu erworbenen Waldflächen soll vernässt werden. Diese Maßnahme befürworten wir ausdrücklich. Aber auch hier haben wir zu Bedenken gegeben, dass die Realisierbarkeit nicht geprüft wurde. Vernässungen machen nicht an Grundstücksgrenzen Halt und deren Auswirkungen und Realisierbarkeit sind anhand von hydrologischen Gutachten zu prüfen. 

Der Wald soll zukünftig komplett nach den 45 Grundsätzen des Waldmanagements der Stadt Friedrichshafen bewirtschaftet werden. 

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Der Seewald beginnt gegenüber des Häfler Flughafens.