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Stadt soll Zeppelin-Apotheke kaufen

| Presse 

Ein Umdenken in Sachen Immobilienpolitik fordert die Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen von der Stadt Friedrichshafen. Anlass ist das zum Verkauf stehende Gebäude der Zeppelin-Apotheke in der Eugenstraße/Ecke Riedleparkstraße.

„Das Gebäude prägt das Stadtbild an dieser exponierten Stelle seit mehr als 80 Jahren und ist es wert, erhalten zu werden“, findet Fraktionsvorsitzende Mathilde Gombert. Dass es nicht unter Denkmalschutz steht, sieht Regine Ankermann als Vorteil an, weil so die Gestaltungsmöglichkeiten größer sind. „Es gibt viele tolle Beispiele, wie man alte Bausubstanz mit moderner Architektur verbinden kann“, sagt die Gemeinderätin.

Und die Kosten? „Der Kaufpreis und die Folgekosten sollten kein Argument sein“, findet Gerhard Leiprecht, Mitglied des technischen Ausschusses. „Schließlich bekommt die Stadt eine Immobilie als Gegenwert – mit einer Wertsteigerung, die in der momentanen Zinspolitik sonst nirgendwo erreicht werden kann.“ In anderen Städten wie Zürich würden für die Stadtentwicklung wichtige Grundstücke von der Kommune erworben, um sich die Entwicklung nicht aus der Hand nehmen zu lassen. So etwas wäre auch für Friedrichshafen wünschenswert.

Vorstellbar ist die Nutzung wie bisher als Apotheke oder ein anderes Geschäft. Alternativ wäre eine kommunale Einrichtung mit Publikumsverkehr denkbar, da das Haus in Bahnhofsnähe liegt und sehr gut an den Stadtverkehr angebunden ist. Entsprechender Bedarf ist sicherlich vorhanden. Die oberen Geschosse der Zeppelin-Apotheke sollten als Wohnraum vermietet werden.

Die grünen Fraktionsmitglieder sind sich einig, dass die Stadt die Zeppelin-Apotheke auf jeden Fall kaufen sollte und zukünftig keine Grundstücke mehr aus dem städtischem Besitz veräußert. „Es gibt viele erfolgreiche Beispiele in anderen Städten, die mit eigenen Immobilien eine erfolgreiche Baupolitik betreiben.“

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Die Zeppelin-Apotheke soll das Stadtbild auch in Zukunft prägen.