Die Meinungen und Kommentare gehen weit auseinander: Von „unverantwortlich, so nah am Seeufer ohne Einzäunung“ über „zu stressig, weil die Kinder ständig davonlaufen“ bis hin zu „weniger aufs Handy schauen, mehr auf die Kinder achten“ ist alles dabei.
Beide Seiten haben nachvollziehbare Argumente. Ein Zaun schafft zunächst ein Gefühl von Sicherheit – insbesondere für Eltern mit mehreren Kindern oder in Situationen, in denen nicht jede Bewegung gleichzeitig im Blick behalten werden kann. Auch gegenüber freilaufenden Hunden kann er eine klare Grenze setzen.
Gleichzeitig bleibt die Aufsichtspflicht bei den Eltern – unabhängig davon, ob ein Zaun vorhanden ist oder nicht. Zudem sind eingezäunte Spielplätze historisch betrachtet eine relativ junge Entwicklung: Erst mit zunehmendem Verkehr im 19. Jahrhundert wurden Spielräume für Kinder stärker abgegrenzt. In Friedrichshafen gibt es über 50 Spielplätze, viele davon sind eingezäunt.
Unser Fazit:
Der Spielplatz im Uferpark ist bewusst barrierearm und offen gestaltet – und kommt daher ohne Zaun aus. Das setzt jedoch voraus, dass Kinder die Nähe zum Wasser einschätzen können oder entsprechend begleitet werden. Für manche Familien ist er damit (noch) nicht der richtige Ort. Wer einen entspannten Aufenthalt sucht, findet in Friedrichshafen zahlreiche alternative Spielplätze.
Christine Heimpel, Fraktionsvorsitzende
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